Ein neuer Kindergarten für Heiden – oder: nur wer fragt, erfährt

Eine Stunde lang standen die jüngsten Gemeindemitglieder im Mittelpunkt: Am Mittwoch ging es im Gemeinderat um die Kinderbetreuung in Heiden.

Zunächst präsentierten Kerstin Hilvert und Markus Grotendorst vom Fachbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung den Ratsmitgliedern detailliert Zahlen, Daten und Fakten zur Situation der Kinderbetreuung in Heiden.

Erfreuliches Fazit nach dem rund halbstündigen Vortrag: Die derzeitige Lage in Sachen Kinderbetreuung ist gut, sowohl für den U-3-Bereich als auch für den Ü-3-Bereich.

 

Allerdings erwarten die Experten vom Kreis Borken einen wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen. Vor allem durch Zuzüge nach Heiden und durch das neue Baugebiet an der Rekener Straße mit seinen rund 200 Bauplätzen, das insbesondere für junge Familien gedacht ist. Somit könnte es im Kindergartenjahr 2022/2023 eng werden. Insbesondere die Zahl der U-3-Kinder wird aller Voraussicht nach steigen: von vorhergesagten 109 auf 125 Kinder.

Vor allem diese Information führte zu zahlreichen Nachfragen der Ratsmitglieder von CDU und UWG: „Was bedeutet das für die vorhandenen Kindergärten – muss angebaut werden?“, wollte Markus Gesing (CDU) wissen. „Wo könnten noch Räume angebaut werden?“, fragte Patrick Voßkamp (CDU). „Muss und kann die Lindenstraße weiter genutzt werden?“, fragte Ludger Derijck (UWG) und Annette Brun (CDU) hakte nach: „Wie kann der Fachkräftebedarf gedeckt werden?“

Doch die alles entscheidende Nachfrage wurde nach einer Stunde von der CDU gestellt und vom Kreis Borken beantwortet: „Müssen wir einen neuen Kindergarten bauen?“. Antwort vom Kreis: „Vermutlich ja.“

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