Schweinestau: Klöckner gibt Bauern Mitschuld

Die Äußerungen der Agrarministerin Julia Klöckner in der vergangenen Woche haben im Westmünsterland für deutliche Unruhe bei den Landwirten gesorgt.

Gerade nach der für unsere Partei so erfolgreichen Kommunalwahl im Westmünsterland sehen wir uns als CDU verpflichtet, unsere Stammwähler nicht im Regen stehen zu lassen.

Der landwirtschaftliche Berufsstand befindet sich bei der Tierhaltung in einem anspruchsvollen Umbauprozess Richtung stärkerem Tierschutz und mehr Tierwohl (siehe Borchert-Kommission).

So sind die Äußerungen von Frau Klöckner höchst unpassend und werden vom landwirtschaftlichen Berufsstand als Schlag ins Gesicht empfunden.

Der Vorwurf der Ministerin geht in die falsche Richtung, da das Zurückfahren der Produktion aus dem Stand nicht möglich ist. Die Weichen wurden hier bereits vor 8-12 Monaten gestellt, also vor dem Ausbruch der Corona Pandemie. Vorausschauender zu handeln, war nicht möglich.

 

Der landwirtschaftliche Berufsstand mit seinen Veredelungsbetrieben befürwortet, so wie es der Bauernverband in der letzten Woche signalisiert hat, eine Regelung zu mehr Tierschutz und Tierwohl. Trotzdem muss eine schnelle Lösung für das Überquellen der Schweineställe gefunden werden. Wenn auch mit guten Willen aller Beteiligten keine Erhöhung der Schlachtkapazitäten zu realisieren ist, müssen die Bundesregierung und die Länder die Betriebe, die hier unverschuldet in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, auch angemessen unterstützen und nicht in der schwierigen Situation völlig unrealistische Vorschläge in den Medien verkünden!

Foto: Pixaby

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